"Geheimsitzung in Luxemburg. Dementi um Euro zu retten"
Dabei bezieht man sich jedoch ausschließlich auf Äußerungen, die Juncker der einheimischen Konkurrenz anvertraute:
"Bei der Sitzung am vergangenen Freitag in Luxemburg habe es sich um eine seit längerem geplante Sitzung mit den Eurostaaten gehandelt, die gleichzeitig Mitglied der G7 und G-20 sind, so Luxemburgs Premieminister und Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker am Donnerstag in einem Wort-Interview."Über was hätte man nur berichtet, wenn es das "Wort-Interview" nicht gäbe?
"Als die Meldung fiel, die Eurogruppe tage wegen eines möglichen Ausstiegs Griechenland, habe er sowohl dementieren lassen, dass eine Eurogruppe-Sitzung stattfinde und dass über diese Frage geredet werde. 'Hätte ich das Gerücht in der Landschaft stehen lassen, wäre es zu verheerenden Folgen an den Finanzmärkten gekommen.' Das Dementi habe sofort weitere Spekulationen an den Finanzmärkten unterbunden."Alles immer noch eine Zusammenfassung des Interviews, das man bereits am Mittwochabend auf "wort.lu" abrufen konnte. Einen selbstständigen Beitrag zur Berichterstattung gibt es also immer noch nicht; ebenso wenig einen Hinweis auf die kritischen Artikel in der ausländischen Presse seit Montag.
Nur so viel:
"Das Verhalten Junckers war international kritisiert worden."Um dann aber wieder ein offensichtliches "Wort"-Zitat in indirekter Rede nachzuliefern.
"Die Gefahr, dass die eigene Glaubwürdigkeit untergraben werde, könne er nicht ganz ausschließen, so der Luxemburger Politiker."
Siehe auch:
"Skandal um Jean-Claude"
"Skandal um Jean-Claude (2)"
Liebe anonyme Redaktion von lëtzeblog. Als aufmerksame Leser der Luxemburger Medien ist Ihnen nicht entgangen, dass Tageblatt.lu bereits im Freitagabend, als am 6. Mai, über das sogenannte Geheimtreffen berichtet hat und die Meldungen laufend aktualisiert, zuletzt am Samstagmorgen.
AntwortenLöschenLieber Herr Montebrusco,
AntwortenLöschenes kann sein, dass wir hier etwas unpräzise formuliert haben; zumindest im Titel. Über das dementierte Treffen an sich haben, soweit ich es beurteilen kann, alle Medien relativ gleich früh und ausführlich berichtet. Da sich unsere Beiträge aber v.a. auf die Nachbetrachtung des "Geheimtreffens", also ab Montag 09.05., und insb. die mediale "Ausschlachtung" des vermeintlich skandalösen "Lügensatzes" unseres Premiers beziehen, hätte es wohl besser und präziser heißen müssen: "Skandal-Nachberichterstattung verschlafen..." Die Quintessenz dieses Beitrags (Stichwort: "Wort-Interview") bleibt davon m.E. hingegen unberührt.
Vielen Dank jedenfalls für Ihren Hinweis und Ihr Interesse an unserer Seite
lb