13.05.2011

Reflektierender Journalismus

Daniele F. aus E. schreibt sich mal wieder etwas höchst Persönliches von der Seele. In der Absicht, den "Skandal" um Junckers Dementi und seinen "Lügensatz" zu kritisieren, reflektiert sie letztlich über den unterschwelligen Minderwertigkeitskomplex einiger Luxemburger Journalisten:

"De l’illusion du secret"

Dass im Grunde alle Politiker unfähig und des intellektuellen Vergleichs mit unserer geistigen Journalisten-Elite eigentlich nicht würdig sind, schrieb die kritische Erfolgsautorin ja bereits in: "Prostitution, aussi"

Dass im Gegenteil einige luxemburgische Medien mittlerweile so ein tiefes Niveau erreicht haben, dass selbst die einheimischen Politiker sie nicht mehr ernstnehmen, ist anscheinend auch kein Geheimnis mehr:
"Il découle de l’incapacité des hommes politiques de faire correctement leur boulot que la presse doit s’interroger sur sa façon d’agir. Y compris chez nous. Soit dit en passant que si les journalistes luxembourgeois sont grosso modo trop gentils, cela ne signifie pas qu’ils sont moins bien formés, moins cultivés, moins doués que leurs confrères étrangers que nos 'grands' admirent tant!"
Nein, nur weil Luxemburgs Journalisten als zu "nett" gelten, was wohl eine der nettesten Untertreibungen wäre, heißt das noch lange nicht, dass sie minder wert sind als ihre von Politikern wenigstens ansatzweise ernstgenommenen ausländischen Kollegen.
"Non: Ceux d’ici devront réfléchir s’ils ne prennent pas trop d’égards pour la „Luxembourg Corporation“ au lieu d’aller systématiquement droit au but, dans l’intérêt de leurs seuls lecteurs."
Ach ja, die Leser gibt es ja auch noch. Aber, "réfléchir" hat in der Tat noch niemandem geschadet...


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