"Wenn Polizisten das Gesetz brechen"
"Es ist an der Zeit, etwas Nachhilfeunterricht in Sachen Pressegesetz zu geben. Nicht belehrend, sondern sachlich."Wer jetzt denkt, Nachhilfeunterricht sei an sich und logischerweise immer "belehrend", weiß noch nicht, was "Privat" unter "sachlich" versteht:
"Denn die Schülerinnen und Schüler die es betrifft, haben ohnehin einen schwierigen Job. Es sind Polizisten, die sich Tag für Tag um Recht und Ordnung im Großherzogtum Luxemburg kümmern sollen. Und dabei haben sie viele Probleme, werden beleidigt und angegriffen.
Aber auch wenn wir von den Problemen der Beamten wissen, nachvollziehen können, dass sie gestresst und nervlich angegriffen sind, können wir uns nicht alles gefallenlassen. In letzter Zeit ist es mehreren Reportern von 'Privat' passiert, dass Polizisten sie daran hindern wollten, Fotos zu machen.
Dieses Verhalten wird dann damit begründet, dass die Mitarbeiter von 'Privat' nicht zum 'Conseil de Presse' gehören und nicht mit dem 'Service d‘Information et Presse' zusammenarbeiten. Doch diese Begründung ist falsch!"Deshalb also die kostenlose Lehrstunde, und zwar praktischerweise:
"zum Mitschreiben, zum Ausschneiden, zum in den Spind hängen"Schließlich, die höchst "exklusive" Auslegung der Gesetzeslage durch "Privat":
"In Luxemburg ist nach dem Pressegesetz vom 8. Juni 2004 jeder als Journalist zu betrachten, der hauptberuflich und regelmäßig für einen Verleger arbeitet, Artikel schreibt oder bearbeitet, Information beschafft. Einen Presseausweis muss man dafür nicht haben."
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