Das Konzept der Sendung ist leicht erklärt: Ein "Privat"-Herausgeber, zwei "Privat"-"Komplizen" und ein prominenter Gast treffen sich in einem beschaulichen "Bowlingcenter" zum gepflegten "Gespräch" und amateurhaft inszenierten "Gespiele".
Die lustige Fragerunde beginnt ganz gemütlich mit Fragen à la: "Was würden Sie mitnehmen, wenn Sie alleine auf einer einsamen Insel leben müssten?". Bald aber, äußerst "Privat", z.B.: "Wann hatten Sie zum ersten Mal im Leben Sex?" Oder auch: "Wann haben Sie zum letzten Mal geweint?" –
Daraufhin der Gast in der zweiten Ausgabe der "Show", der Abgeordnete, DP-Vorsitzende und Bürgermeister von Differdingen, Claude Meisch: "Vielleicht die eine oder andere Träne bei dem ein oder anderen Film."
Von Differdingen nach Abidjan, Kamerun
Für "Privat" hat sich die ganze Show schon jetzt gelohnt.
Auch nicht schlecht ist aber die kurze Zwischenfrage des "Moderators" nach der "Hauptstadt von Kamerun"... (Video an der Stelle: 14:22). Claude Meisch gibt offen zu: "Ech kennen dei net." Daraufhin wieder der "Moderator": "Dat ass dach ganz einfach: Abidjan."
Wie auch immer, der stets selbstsichere "Moderator" hat sich leider etwas geirrt, denn die Hauptstadt von Kamerun heißt Yaoundé, und Abidjan liegt bekanntlich in der Elfenbeinküste (bzw. "Cote d’Ivoire"). Aber egal...
Obwohl, wenn man schon nicht die Hauptstadt von Kamerun parat hat, könnte man als halbwegs informierter Politiker zumindest in letzter Zeit mal was von Abidjan im Zusammenhang mit der Elfenbeinküste gehört oder gelesen haben.
Der ganzen "Show" tut so etwas aber keinen Abbruch. Es soll ja auch keine Wissensshow werden, sondern eine "Talk- und Spielshow".
Also weiter im "Programm"...
Auf die nette Frage, ob er "ein Lied vorsingen" könne/wolle, muss der Gast leider mit einem entschiedenen "Nein" antworten. Was ihn jedoch nicht daran hindert, auf die Bemerkung hin, "Pfeifen können Sie dann wohl auch nicht...", munter vor sich her zu pfeifen (kein Witz, sondern Video: 15:21).
Bleibt nur noch das Endergebnis festzuhalten: Meisch hat "Privat" knapp "geschlagen" und damit einen Preis in Höhe von 2.000 Euro gewonnen, der einem "guten Zweck" zukommen soll.
Dabei handelt es sich nicht nur um, wie Meisch bemerkt, den einzigen Grund, warum er bei dieser "Show" mitgemacht haben will, sondern es ist wohl auch der einzige Grund, warum man die Showmaster von "Privat" ausnahmsweise nicht für ihre Arbeit kritisieren kann.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen